Führung, Veränderung und das, was Menschen wirklich bewegt
00:00:00: Herzlich willkommen zum Podcast Transformation und Leadership.
00:00:04: Ich bin ein Host, Ricardo Schmid.
00:00:07: Und ich bin den Host Miriam Soliba und frage mich gerade, wieso du Hochdeutsch redest?
00:00:12: Miriam, du musst Schweizerisches Deutsch oder Hochdeutzsch sprechen weil heute haben wir eine hochdeutsche Folge miteinander.
00:00:20: Ist das okay für dich?
00:00:23: Okay,
00:00:23: gut!
00:00:29: Im Schweizer-Deutsch im Dialekt unterwegs.
00:00:34: Was meinst du Miriam?
00:00:36: Ja, ich glaube heute sind wir international unterwegs.
00:00:40: Genau, genau und wir gehen auf eine Reise heute, auf eine Transformationsreise und wir starten eigentlich in Deutschland.
00:00:48: unser Gast der Marcel Rotter sitzt aber nicht in Deutschland, aber da kommen wir noch dazu.
00:00:54: herzlich willkommen Marcel!
00:00:58: Einen wunderschönen guten Tag.
00:00:59: vielen Dank für die Einladung heute bei uns
00:01:02: Sehr gerne.
00:01:02: Ja, und Marcel auch bei dir starten wir mit unserer Einstiegsfrage.
00:01:08: Und zwar gab es einen Moment in deinem Leben, in dem du bewusst gesagt hast so wie bisher geht's nicht weiter.
00:01:16: jetzt verändere ich etwas?
00:01:20: Nicht nur einen!
00:01:23: Der kam tatsächlich schon öfters aber meistens dann auch im positiven Sinne.
00:01:29: also Ich sag mal, der große Punkt war noch in Deutschland als ich gesagt habe.
00:01:36: Okay hier irgendwas passt bei mir nicht mehr im Leben und da muss sich mich wirklich verändern.
00:01:43: Super spannend!
00:01:44: Wir kommen sicher noch darauf auf diesen Punkt oder der wird wahrscheinlich auch in der Geschichte folgen?
00:01:50: Ja Marcel ganz kurz wer bist du und woher kommst du?
00:01:57: Ja, also mein Name ist schon gefallen.
00:02:00: Ich bin Marcel und ich bin heute noch neununddreißig.
00:02:04: Morgen darf ich mich dann in die Vierziger einreihen.
00:02:09: Ich komme ursprünglich aus Süddeutschland, aus Baden-Württemberg.
00:02:15: Das sagen wir eigentlich ja in der Nähe von Stuttgart das ist am einfachsten für die meisten, das verstehen alle weil die kleinen Ortschaften da kennt keiner Genau, bin ganz normal aufgewachsen in einem kleinen Dorf.
00:02:28: Auf dem Land sozusagen und da ist mein Ursprung von mir jetzt.
00:02:35: Und dann könnte es ja sein die Süddeutschen verstehen uns ja jeweils relativ gut.
00:02:43: Sollen wir doch Schweizer Deutsch sprechen?
00:02:48: Also theoretisch können wir das probieren aber ich garantiere ich verstehe wahrscheinlich nur Ja, fünfzig bis sechzig Prozent.
00:02:56: Genau und alle die dich hören wollen und uns nicht verstehen und für diese sprechen wir jetzt auch das schweizerische Deutsch.
00:03:02: aber ja es ist schon noch wichtig zu erklären wir sprechen jetzt nicht unsere Sprache und das ist auch nicht Schweizerdeutsch, wir sprechen einfach nicht Hochdeutsche, wir passen uns wie an weil das SchweizerDeutsch nochmals deutlich anders und dann gibt es ja zwanzig-fünfundzwanzig Dialekte in der Schweiz sind dann nochmals recht unterschiedlich innerhalb von zwanzig, dreißig Kilometer.
00:03:25: Wir sind klein und so vielfältig in unserem Land.
00:03:30: Versteht ihr euch da gegenseitig?
00:03:32: Ja ja wir verstehen uns eigentlich gut außer vielleicht bei einem Kanton müssen wir wenn die untereinander sprechen müssen wir besser hinhören solange es deutsch ist und dann gibt das natürlich noch französisch italienisch oder romanisch.
00:03:50: Romanisch sprich man nur in unserem Kanton und das ist ja eine sehr alte lateinische Sprache.
00:03:59: In unserem Kantons sprich drei Sprachen im Graubünden.
00:04:04: Das ist auf diesem kleinen Fleck so viel, das ist schon fast Diversität!
00:04:14: Aber jetzt wechseln wir wieder zu dir in der Nähe von Stuttgart.
00:04:18: Ich kenne gerade Tübingen und Rottweil, weil ich auf der Autobahn vorbei gerast bin.
00:04:23: Und weil Rottwail den Namen sagt schon welche Hunde da herkommen.
00:04:28: Sonst kenn' ich eigentlich nicht viel.
00:04:31: Ja erzähl mal was waren so deine Prägungen vielleicht auch aus der Kindheit etc?
00:04:41: Was hat das mit dir gemacht?
00:04:45: Also ich muss dazusagen, mein Vater kommt ursprünglich aus Süddeutschland.
00:04:51: Meine Mutter kommt tatsächlich aus Ostdeutscher Land.
00:04:54: Ich bin geboren in den Sechsten Achtzig das heißt sie war auch eine derjenigen Personen die tatsächlich vor der Wende ausreisen durfte relativ offiziell also ich glaube es war sogar ganz offiziell.
00:05:06: dementsprechend bin auch ich innerhalb von Deutschland Mehr oder weniger halt tatsächlich auch mit zwei Kulturen an der Seite aufgewachsen, weil die ostdeutsche Kultur war ja extrem geprägt durch die Sowjetzeit.
00:05:19: Die westdeutschen Kultur wieder durch andere Themen und in meiner Kindheit.
00:05:25: ich bin eigentlich wohlbehütet aufgewachsen.
00:05:27: Ich war Einzelkind für mich leider.
00:05:29: Tatsächlich hätte mir gerne ein Bruder oder eine Schwester gewünscht.
00:05:34: Bin aber ein Einzelkind geblieben und wohl behütet eigentlich relativ klassischen Weg gemacht.
00:05:41: Grundschule, also Kindergartengrundschule dann aufs Gymnasium gegangen und ja so in der Gymnasiamzeit mit dreizehn vierzehn habe ich mich sehr viel mit interessanten Büchern beschäftigt.
00:05:57: Erich Freud zum Beispiel habe ich viel gelesen damals warum auch immer?
00:06:02: in den jungen Jahren schon.
00:06:03: aber irgendwie hat mich das Thema sehr, sehr interessiert.
00:06:08: Das war der erste Punkt, wo ich irgendwo so festgestellt habe.
00:06:11: Da gibt es ja schon noch ein bisschen mehr als das was ich so kenne hier aus meiner Umgebung und da hat mich dann so ein Stück weit damals schon das Fernweh gepackt und für mich auch verstanden.
00:06:24: bin ich wirklich... also kann ich mich als Deutscher identifizieren?
00:06:27: Kann ich mich so identifiziert mein Leben dort zu leben in diesem Kreis?
00:06:33: Und da war für mich eigentlich schon relativ schnell klar, ich muss noch irgendwas von der Welt sehen und ich möchte irgendwann mal raus aus dem Ganzen.
00:06:39: Das war damals schon klar.
00:06:42: Ja vielleicht noch eine lustige Geschichte.
00:06:45: Ich war am Gymnasium Also bei mir war die Geschichte so ein bisschen.
00:06:50: In der Grundschule wurde ich sehr gerne gemobbt weil ich etwas übergewichtig war.
00:06:54: Dementsprechend war ich eher so'n bisschen in Außenseiter Als ich dann aus Gymnasien gekommen bin hat sich meine Rolle etwas gewechselt, weil ich mir das lange genug anhören durfte.
00:07:04: Dann bin ich selber in die ... Naja vielleicht mit manchen Leuten nicht immer ganz so fair umgegangen eine gewisse Zeit sicherlich auch ein bisschen auf die puppertäre Zeit zurückzuführen hab dann aber früh angefangen mich tatsächlich in der Schule auch zu engagieren.
00:07:19: also ich habe in verschiedenen AGs mitgewirkt Ich habe mich als Schülersprecher Klassensprecher Schüler Sprecher aufstellen lassen und Als ich mich dann so ein bisschen mehr mit diesem ganzen Schulsystem beschäftigt habe und auch mit diesen politischen Themen, was man da letztendlich als Schülersprecher womit man ja ein bisschen auch konfrontiert ist.
00:07:39: Da war dann so der endgültige Punkt wo ich gesagt habe okay alte Schulsystems funktioniert irgendwie nicht richtig.
00:07:44: es ist also ich war da eher so ein bisschen in Quertreiber.
00:07:48: dann Ich hab's produktiv versucht ... bin da aber relativ schnell an meine Grenzen gestoßen.
00:07:54: Und da war für mich dann klar, wo ich siebzehn war, achtzehnt war okay.
00:07:57: also wenn ich irgendwann mal die Möglichkeit habe auszuwandern... ...dann geht's raus.
00:08:03: Genau!
00:08:05: Unser Podcast heißt ja Transformation und Leadership,... ...und wir haben vorher vor allem Transformation angesprochen,... ...aber daher hört man ja auch ganz viel Leadership schon in der Schule hervor.
00:08:16: Hat dich das dann auch weiter begleitet?
00:08:18: In dem
00:08:19: Fall?!
00:08:20: Ja, es war tatsächlich diese Schulzeit wo ich in der Hinsicht viel gemacht habe.
00:08:27: Mir fällt gerade ein die Schülerzeit um.
00:08:29: Es war eine neue Schule und neues Gymnasium wo ich da hingekommen bin.
00:08:33: Da gab's noch keine Schülerzeitung.
00:08:34: Die hab' ich dann ins Leben gerufen gegründet.
00:08:39: Der Name war Paranoia.
00:08:43: Heute kann nicht drüber nachdenken aber wir hatten damals echt coole Sachen gemacht.
00:08:52: Ja, ich war schon immer so ein bisschen anders und tatsächlich war es irgendwie... Ich wollte aktiv was mitgestalten.
00:08:58: Das war damals so das Ziel und das hatte ich halt auch versucht über diese Schülersprecher-Tätigkeit, über die ganzen Thematiken irgendwie zu lösen.
00:09:07: Also ich wollte produktiv etwas zur Gesellschaft oder zu meinem Umkreis beitragen und es in irgendeiner Art und Weise aktiv mit gestalten, was ich auch ein paar Jahre dann tatsächlich gemacht habe.
00:09:21: Danach ging es dann erst mal in die Ausbildung.
00:09:23: Es war auch eine lustige Geschichte, ich wollte ursprünglich ins Eventmanagement nach dem Abitur und habe da so ein Assessment-Center bei einer Privatunie gemacht, die das ja auch bestanden hat.
00:09:37: Allerdings hätte das damals um die Euro zwanzigtausend gekostet des Studiums.
00:09:42: und da war die Situation dann dass ich zum Probetag da war und der Professor, der mit dem Porsche so hießes zu mir, der kam nicht.
00:09:51: Dann habe ich diese Studenten da gefragt und gesagt, ja kommt der Riftriss nicht oder was ist das hier?
00:09:55: Also ich meine, wir zahlen alle Geld dafür.
00:09:58: Und dann kommt der Professor nicht... ...und dann haben die gemeint Ja es wäre wohl manchmal Nicht so gut bei denen und da hab' ich dann ein bisschen Na ja war Ich mir einfach nicht mehr sicher ob ich das wirklich machen will Habt es dann abgesagt und Bin dann über Meine damalige Freundin lustigerweise Bei einem Versicherungskonzern In der Ausbildung gelandet.
00:10:23: Versicherungsinnendienst, nachdem in diesem Jahr die Ausbildung schon angefangen hatte.
00:10:29: Also das sind zwei nicht gekommen.
00:10:31: und die hat mir dann gesagt Mensch da sind zwei noch nicht gekommen.
00:10:33: bevor du jetzt hier irgendwie drei vier Nebenjobs machst komm doch dahin und mach da eine Ausbildung.
00:10:39: ja und da bin ich dann gelandelt.
00:10:40: und dann haben sie nach drei Monaten aber schon feststellen müssen der passt nicht in den Dienst funktioniert nicht.
00:10:48: Wir müssen uns was einfallen lassen.
00:10:50: und dann haben sie mich innerhalb der Ausbildung in eine Außendienstgruppe gesteckt, da habe ich meine ganzen Ursprünge mit Vertrieb und Verkauf lernen dürfen auf die harte
00:11:02: Art."
00:11:02: Cool.
00:11:03: Aber noch schön, dass Sie gefunden haben, hey das passt nicht im Innendienst.
00:11:08: Dass sie das wirklich erkannt haben.
00:11:10: und nicht einfach, ja der macht jetzt seine Ausbildung wie wir das Nullacht fünfzehnmäßig machen oder sondern diese, hey Marcel muss raus.
00:11:21: Also finde ich noch speziell, ja?
00:11:24: Ja war super cool also bin ich auch dankbar dafür weil davon komme ich oder wäre ich definitiv damals eingegangen.
00:11:33: Das war absolut nicht mal ins irgendwelche Anträge bearbeiten oder in Sachsachvorgänge.
00:11:40: Passt nicht ganz.
00:11:41: Okay, okay und dann konntest du... wie alt warst du dort?
00:11:45: Zirka?
00:11:46: Da war ich circa... neunzehnundzwanzig rum so was in dem Dreh.
00:11:52: Und
00:11:52: dann konntest du schon in den Außendienst und deine erste Erfahrung machen mit der Außedienst?
00:11:58: Ja ja
00:12:00: also... Wie war das so?
00:12:04: Da war es gerade je, ich gehe raus und ziehe die Versicherungen rein.
00:12:09: Oder wie geht das?
00:12:10: Ja, das war auch eine spannende Geschichte.
00:12:13: also wir wurden darauf vorbereitet.
00:12:14: Ich war dann mit... da gab's solche DBAs nennt sich das Direktionsbeauftragte Also die, die nach dem Studium den Einstieg in die Versicherungssbranche im Außendienst machen.
00:12:25: Und die hatten da ein Pilotprojekt und da wurden wir Azubis vom Außeldienst mit denen in einen Ausbildungsprogramm sozusagen gesteckt.
00:12:33: Wir waren dann insgesamt dreizehn Wochen aufs Seminar in den unterschiedlichsten Hotels, haben die Basics für einen Außendienst gelernt also ganz klassisch Telefonbuch auf dem Hotelzimmer und zwei Stunden Zeit und Kontakte machen.
00:12:46: und wer am Ende nicht die Kontakte angibt, die er gemacht hat der kann gleich nochmal gehen weil die haben das übers Telefon gecheckt.
00:12:56: Also damals schon das war wirklich krass so das musste mir da ... zwölf Wochen lang machen jetzt natürlich auch mit Theoriestunden dazwischen und dann bin ich in eine komplett... ...neugegründete Agentur gekommen.
00:13:08: Jetzt für mich als Schwabe dann im Baden, das war dann das erste Lustige.
00:13:15: Und ich hatte leider Kunden gehabt die von dem also da waren ein bisschen schwierig.
00:13:21: Die hatten einen der Vorgänger von der Agentur, der war nicht unbedingt der Ehrlichste Beste, der da was gemacht hat und dementsprechend hatten wir extrem viele verprällte Kunden die ich dann wo die also da war die Situation du musst die Kunden abholen und gleichzeitig aber noch etwas verkaufen.
00:13:40: Das war eine extreme Herausforderung also vor allem mit meinem Alter aber ich habe es ganz gut hinbekommen damals.
00:13:49: Hast Du da auch eine Strategie entwickelt?
00:13:53: Der Vertrieb, gerade auch in der Versicherungsbranche oder da hat man ja immer das Gefühl, jemand mit Erfahrung und überhaupt gab es da etwas, was sich sehr geprägt oder eine Strategie entwickelt hat.
00:14:08: Als junger Mann in der Ausbildung oder gleich nach der Ausbildung, wo du gemerkt hast, wow!
00:14:17: Das war jetzt dieser Aha-Moment, der etwas ausgemacht hat.
00:14:22: Also für mich war ganz entscheidend, dass ich nach einem Schema F des mir da vorgegeben wurde.
00:14:28: Ja also es gibt ja solche Skripte, es gibt hervorragende Vorgehensweisen die man so machen kann.
00:14:34: das hat mir alles nichts gebracht.
00:14:35: Ich bin da ultra schlecht drin in etwas nachzustellen was einem gezeigt wird.
00:14:41: worüber ich sehr viel machen konnte und bis heute auch mache ist über meine Empathie mit den Leuten.
00:14:49: die Geschichte, aber ich versuche einfach die Menschen abzuholen an dem Punkt wo sie stehen.
00:14:53: So gut es geht und das halt auf eine authentische Art und Weise und das war so die Basis von dem dass sich da relativ erfolgreich war mit dem ganzen Thema ja
00:15:05: nicht nur in Anführungs- und Schlusszeichen sehr wahrscheinlich bei jungen Leuten sondern auch über verschiedene Generationen hinweg.
00:15:13: Ja meine Kunden waren durchschnittlich würde ich jetzt mal sagen Ja, zwanzig Jahre älter als ich.
00:15:19: Mindestens.
00:15:21: Also das waren tatsächlich abwürzig Aufwärts halt Menschen die sich dann haben für mich beraten lassen.
00:15:30: Das hat sich bei mir aber auch danach weitergezogen.
00:15:33: also ich hatte danach mal eine zeitlang auch Existenzkunder gecoached.
00:15:37: es war auch ne ganz lustige Geschichte ... dass dann jemand mit Mittevierzig sein Beruf verloren hat und sich selbstständig machen wollte, ... ... und Saarowski Steine verkaufen wollte zum Beispiel.
00:15:52: Und du sitzt dann da als ... ... dreiundzwanzigjährige und musst ihm erklären das der Businessplan nicht funktionieren wird.
00:15:58: Aber es hat mich sehr geprägt und es hat mir sehr viel gezeigt wie das alles funktioniert... ... und ja wenn man diese gerade weil du es auch gesagt hast, ... letzten Endes eine Erwartungshaltung dir gegenüber haben.
00:16:15: Du müsstest ja eigentlich schon, keine Ahnung, dreißig-fünfen-dreißig sein, eine gewisse Erfahrung mitbringen und so weiter.
00:16:20: Und dann sitzt da so ein Dreiundzwanzigjähriger der Grünen hinter den Ohren ist gefühlt oder so aussieht wie als Werder Grün hinter die Ohren.
00:16:26: das ist schon schwierig sich dadurch zu setzen aber über meine Art wie ich halt bin habe ich es recht gut hinbekommen dass die Leute mir dann auch wirklich vertraut haben und das hat auch in den meisten Fällen immer funktioniert.
00:16:39: Ja,
00:16:41: spannend.
00:16:42: Und jetzt bist du ja nicht mehr bei der Versicherung oder?
00:16:46: Nein!
00:16:47: Du hast dich verlassen und dann... Was... Weshalb bist du gegangen?
00:16:52: oder was war so der Schritt vielleicht?
00:16:55: Ja also der Schritt war die Ausbildung.
00:16:56: in der Ausbildungszeit war das alles okay.
00:16:58: da habe ich aber schnell festgestellt ok es geht hier wirklich darum.
00:17:02: Die Versicherung sagt Produkt X muss raus Dann musst du's verkaufen.
00:17:06: So jetzt ist Thema Verkauf Vertrieb für mich halt nicht nur einfach ein Produkt nehmen rausgehen und es dann so viele Menschen wie möglich zu verkaufen, sondern schon bisschen auch den Bedarf von den Leuten zu ermitteln.
00:17:18: Und wenn du dann auf der einen Seite diesen die ganze Zeit diesen Druck im Lacken hast Du musst dieses Produkt aber an mark bringen und und raus raus raus.
00:17:27: das war irgendwann für mich auf Dauer einfach nicht mehr.
00:17:33: Das wollte ich nicht mehr dass Ich konnte es nicht mehr vertreten.
00:17:35: also das war für mich einfach auch eine Frage der Ehrlichkeit und eine Frage von dem, was ich selber vertreten kann.
00:17:42: Und das war dann der Grund, warum ich in der Versicherung auch nicht lange gearbeitet habe, weil mir das einfach nicht gepasst hat.
00:17:48: Also ich will niemandem etwas aufschwätzen oder aufquatschen oder was umhängen, weil ich es jetzt verkaufen muss sondern wenn dann möchte ich dass der Mensch sich für was entscheidet, weil er es braucht, weil's ne Lösung für ihn ist.
00:18:04: Okay, spannend.
00:18:05: Ich komme gleich nochmal zu meiner Frage.
00:18:07: Ich habe eine totale andere Frage.
00:18:09: Was machst du heute wenn jemand von der Versicherung dich anruft?
00:18:14: Ich gehe gar nicht erst ran!
00:18:19: Nein, nein... Also so schlimm ist es nicht, ich höre mir das an aber ich weiß was das Ergebnis ist.
00:18:25: also das hat sich ja bis heute nicht verändert.
00:18:27: die Methodik ist noch die gleiche.
00:18:29: Es passiert ja im Grunde genommen extrem viel auf dem, was die auch schon vor zwanzig Jahren gemacht haben.
00:18:35: Ich bin da immun dagegen tatsächlich.
00:18:37: also ich höre mir das an.
00:18:39: wenn er mir sympathisch ist dann rede ich mit ihm und wenn nicht dann sage ich ihm freundlich dass ich kein Bedarf habe.
00:18:47: Super
00:18:47: spannend!
00:18:49: Ja eben deine Reise ging ja dann weiter und in ein anderes Business.
00:18:54: oder was hast du danach gemacht?
00:18:56: Ja, ich habe nach der Ausbildung noch zwei Jahre das mit der Versicherung weitergemacht bis ich dann wirklich gemerkt hab so dass ich kann und will es einfach nicht mehr machen.
00:19:08: Und habe das dann mit den Existenzgründern gemacht also auf einer selbstständigen Basis.
00:19:14: Das war auch eine gewisse Zeit.
00:19:16: meine damalige Frau ist in dieser Zeit schwanger geworden und für mich war's ein bisschen das Thema ja gut.
00:19:21: Also ich bin ... Es ist mir alles noch ein bisschen zu wackeliger.
00:19:27: Also ich hatte ein bisschen Schiss gehabt, dass sich das alles so durchziehen kann und habe mich dann eben dazu entschieden.
00:19:32: damals meine Firma die ich da gegründet hatte, die hab' ich dann einen Geschäftspartner abgegeben sozusagen und habe dann, ich glaube, ein halbes Jahr erst mal Pause gemacht mit allem und hat mich dann bei BMW damals beworben als Verkäufer für... ... für die Kleinwagen, für Mini.
00:19:56: Genau!
00:19:58: Und war auch eine schöne Geschichte.
00:20:00: Ich bin da durchs Assessment-Center gelaufen als es war direkt bei dem Konzern und halt eben nicht bei einem Händler oder irgendwie... Da ist es ja so, da kommst du nicht einfach so rein.
00:20:14: Da bekommst du dann erst mal ein Jahresvertrag und dann vielleicht nochmal einen und dann noch ein halb Jahresvertrages.
00:20:20: Also das ist dann tatsächlich ein sehr... Ja, das ist ein Konzertthema einfach.
00:20:26: Ja, und so bin ich dann zur BMW gekommen.
00:20:30: Spannend?
00:20:31: Also bei unseren Konzernen ist das nicht so?
00:20:36: Da kommst du wirklich rein... ...und dann kommst Du nicht mehr raus!
00:20:40: Nein!
00:20:43: Außer es gibt eine grosse Reorganisation, dann schon, aber genau... Was
00:20:49: ist gerade das mit den Autos?
00:20:54: Konzernen in Deutschland.
00:20:57: Ich war natürlich weit weg irgendwie, in meiner Jugend davon aber das habe ich gerade kürzlich auch gehört dass es sehr anspruchsvoll war da wirklich hineinzukommen eigentlich in diese Automobilkonzernwelt.
00:21:13: Das ist schon noch spannend.
00:21:14: eben das ist wirklich etwas was wir überhaupt nicht kennen bei uns Ich mich nicht.
00:21:22: Tatsächlich eine Herausforderung in Deutschland gewesen, also es war wirklich ... Es war... War nicht leicht.
00:21:28: Also selbst ich hatte da ... Ich hab gar nicht damit gerechnet dass die mich überhaupt nehmen weil sie suchen ja normalerweise immer Leute raus so die so einen geraden Lebenslauf haben und da war alles immer so recht.
00:21:41: Also eher so den geraden Lebenslauf, wie ich es gerade gesagt habe.
00:21:45: Und bei mir war's ja schon damals so, dass ich aufgrund meiner Vielzeitigkeit auch viel ausprobiert hab... Ich hätte nicht damit gerechnet!
00:21:54: War dann umso erstaunter, dass die mich dann eingeladen haben und das Assessment-Center durchgelaufen hat und die mir dann zum Schluss gesagt haben, dass sich da der eine von – ich weiß nicht mehr wie vielen – über hundert, der dann tatsächlich anfangen darf bei denen?
00:22:09: Also war schon echt ein cooler Moment für mich damals.
00:22:13: Ja,
00:22:13: das glaube ich.
00:22:14: Okay Gelb du konntest natürlich dann das Auto verkaufen und gleichzeitig die Versicherung noch.
00:22:18: Dann kommt der BMW dort natürlich noch die Provision.
00:22:22: Für dich?
00:22:23: Nein!
00:22:23: Natürlich hat es Spaß.
00:22:25: Das hätte ich gerne gemacht aber das ging leider nicht.
00:22:28: Wir hatten einen Versicherungsvertreter, der sich darum gekümmert hat.
00:22:32: Genau, genau... Aber ja ist ja logisch dass man wenn man in Stuttgart ist zu BMW geht oder?
00:22:40: Total.
00:22:41: Liegt voll auf der Hand, oder?
00:22:45: Ja okay muss ich dazusagen.
00:22:48: also ich habe grundsätzlich heute es ein bisschen schwierig kann man nicht mal so sagen aber ich hab tatsächlich noch Benzin im Blut.
00:22:57: für mich bedeutet das Auto jetzt nicht nur in Fortbewegungsmitteln sondern es ist halt schon auch Leidenschaft und da Deswegen auch BMW, weil ich tatsächlich mich mehr zur BMW hingezogen fühle als zu Mercedes.
00:23:15: Da wo ich aufgewachsen bin war Mercedes dieses altherren Auto.
00:23:19: also das haben so die älteren gefahren, die Unternehmer und so und die sagen alle immer so... Also es war halt so ein Altherrenauto, das war jetzt nichts so für einen jungen Typ da der... Die haben alle... Also mein Empfinden war dabei, dass waren halt BMW-Fahrer BMW.
00:23:35: tatsächlich mag ich bis heute noch, also... Ich fahre auch bis heute nach BMW.
00:23:42: Auch wenn ältere Autos mehr Geld kosten als es einem lieb ist.
00:23:44: aber so ist das halt.
00:23:47: Aber ja, BMW war tatsächlich auch eine Leidenschaft von mir.
00:23:50: Dementsprechend konnte ich mich dann mit dem Produkt aus sehr gut identifizieren und ... Dann ist es natürlich im Vertrieb auch wieder ein bisschen anders.
00:23:57: oder einen Verkauf?
00:23:59: Absolut!
00:24:00: Und trotzdem hört man hinaus was du nicht mehr bei BMW bist?
00:24:08: Ja, auch das hat mich nicht lange getragen.
00:24:12: Es waren insgesamt vier Jahre.
00:24:14: es gab...es ist halt eine Konzernwelt.
00:24:17: also man muss ganz klar sagen wenn man davor so wie ich einfach ein Freigeist war und man sich dann in diese Konzernenwelt begibt im ersten Moment ist es eigentlich...also es ist ein ultra schöner Job der gefällt mir auch wirklich wahrscheinlich heute auch noch machen wollen.
00:24:36: Jetzt kommt dieses Aber, diese Konzerne sind halt.
00:24:39: die haben ihre Vorgaben, die haben ihr Richtlinien, sie haben ihre Abteilungen, ihre Organisation.
00:24:45: das kann alles sehr eng sein.
00:24:47: also für jemand wie mich kann es auf Dauer eng werden.
00:24:51: da fehlt mir dann einfach die Kreativität.
00:24:54: oder ja dass das frei sein in Entscheidungen.
00:24:57: es dauert alles immer lange und Ja, es ist also nicht unbedingt mein Weg den ich dauerhaft gehen kann.
00:25:04: Dann kommen noch Unternehmenspolitische Entscheidungen dazu.
00:25:08: Also wenn's dann um Kunden geht... Wer macht welchen Kunden?
00:25:12: Wer betreut welchen Kunden?
00:25:14: Und der eine, der ist ja schon drei Jahre länger da und der hat da macht eigentlich nur dieses eine Thema.
00:25:20: und dann gibt's natürlich auch interne Verwerfungen.
00:25:26: Da bin ich glaube ich zu sehr Freiheitsliebend, als dass ich das auf Dauer dann wirklich gut machen könnte.
00:25:35: Also es geht ja nicht immer nur darum was für mich für meine Entwicklung gut ist sondern es geht auch darum wie gut ich einen Job umsetzen kann und wenn die Qualität dann auch drunter leiten sollte oder anfängt drunter zu leiden, ist es halt einfach schwierig so etwas dauerhaft zu machen.
00:25:52: Ja genau das ist genau auch das wieder bei unseren Kunden schauen, was gibt es für Teams?
00:25:59: Was sind für Menschen in den Teams und wir sind ja alle individuell.
00:26:03: Und wir schauen immer auf die intrinsische Motivation das von innen aus kommt.
00:26:07: und wenn du sprichst immer über diesem Freigeist also diese Unabhängigkeit, die du brauchst oder dass du wahrscheinlich stark in dir und ich behaupte einfach Es gibt Teams, die haben eine gewisse Struktur aber sogar Dort kannst du schauen, dass diese Freigeister eh in der Das machen können und die anderen halt eh in das was voll so nach Null, Acht, Fünfzehn, fünfzehn sage ich wieder.
00:26:32: Nach so Schema-F geht oder?
00:26:35: Und dann könntest du einen Marcel auch länger... ...in diesem Team halten.
00:26:40: Nicht vielleicht nicht für immer aber da kannst du schon viel machen oder?
00:26:45: Ja definitiv!
00:26:50: Aber ja Es ist halt dann auch Zahlen getrieben und die Chefs sind auch Zahlen Getrieben.
00:26:54: Und dann kommt wieder das dazu, ja?
00:26:58: Genau!
00:26:59: Also mit den Zahlen hatte ich bei BMW tatsächlich nie Probleme gehabt.
00:27:02: also dass sich irgendwie mal einen schlechten Monat hat jeder Mal.
00:27:06: aber so grundsätzlich war ich da eigentlich immer vorne mit dabei.
00:27:12: Aber wie gesagt diese Enge in dem Ganzen... Ich hatte jetzt auch Kollegen um mich herum, die waren super toll.
00:27:20: Auch wenn ich heute zurück denke, ich denke sehr gerne an die Zeit zurück.
00:27:24: Was wir da erlebt haben?
00:27:26: Wir waren ein relativ kleines Team an dem Standort und auch meine damaligen Chefs waren super.
00:27:32: aber halt dieses große ganze Haus drumherum ist mehr auf.
00:27:39: also da gibt es halt einfach.
00:27:40: dann irgendwann kommt zum Punkt wo du dir dann die Frage stellst okay Du kannst jetzt hier weiter machen.
00:27:45: Du kannst weitergehen dann hast du natürlich intern jemand, der dich dann fördert und oder halt wo halt einfach geguckt wird.
00:27:51: Okay?
00:27:53: Wo könntest da noch hingehen?
00:27:54: Dann weißt du ungefähr auf welcher Ebene du in zwanzig Jahren nicht enden wirst aber wo du halt hinkommen wirst.
00:28:03: Und dann stellst du dir die Frage ja ist es das was du willst?
00:28:06: oder das ist es halt nicht?
00:28:07: und Ja, dann muss man halt auch so ehrlich sein und sagen okay Das wird's halt wahrscheinlich dann nichts sein Oder es ist es!
00:28:14: Dann kann man es ja machen Genau.
00:28:17: Und dann hast du eben, wie man heraushört, BMW verlassen?
00:28:22: Ja.
00:28:23: In einen anderen Konzern oder hast Du etwas ganz anderes gemacht?
00:28:28: Etwas ganz anderes!
00:28:30: Jetzt wird es ein bisschen wild... Ich habe danach umgezogen von Süddeutschland nach Ostdeutsche Land nach Leipzig und hab dort mit meiner Frau ein Kaffee aufgemacht Ein Frühstückscafé.
00:28:51: Ja...
00:28:52: Wie viel Mal hast du gehört, wau bist du mutig aus dem sicheren Hafen in Süddeutschland?
00:29:02: Auch ja vielleicht wirtschaftlich.
00:29:04: also ich kenne mich jetzt auch nicht so gut aus in Deutschland aber ja Ostdeutschenland auch nochmals ein bisschen anders und ein Café!
00:29:14: Also wenn du das Wort Mutig durch verrückt ... bekloppt oder sonst irgendwas ersetzt, dann
00:29:20: habe ich es... Dann hättest du gesagt, dass ich nicht getraut
00:29:24: hab.
00:29:26: Dann habe ich das sehr oft gehört.
00:29:27: Wahrscheinlich mit diesen Zitaten könnte ich ein ganzes Zimmer ... ... einrichten und wie sagt man da in die Wand kleben?
00:29:35: Also das habe ich sehr oft gehört.
00:29:38: Wir würden ja sagen, spinnst denn du!
00:29:40: Ja,
00:29:41: genau.
00:29:44: Sagen wir in Süddeutschland auch so.
00:29:45: Okay,
00:29:47: genau.
00:29:48: Also dann bist du BNB?
00:29:51: Du hast gekündigt, bist in einem BMW gesessen und hoch nach Leipzig gefahren oder rüber nach Leibzig gefangen, kannst dort ein Café geöffnet.
00:29:58: Ein Café... Genau!
00:30:01: Ja aber wieso?
00:30:02: Weshalb ein Cafés?
00:30:03: Also bist du italienischer Liebhaber-Café oder Wienerisch?
00:30:11: oder wieso gründet man einen Café?
00:30:14: oder hast du da Erfahrung jetzt schon?
00:30:18: Jetzt mittlerweile ja.
00:30:21: Nein, man kann eigentlich so ein bisschen wenn man zurückguckt außer mal die Versicherungssache sind.
00:30:28: alles Dinge die mich auch privat interessiert haben also Autos ist ein privates Interesse und ein privades Hobby gewesen ist es auch heute noch.
00:30:35: ich liebe guten Kaffee Ich liebe gutes Essen.
00:30:42: Meine Frau teilt diese Leidenschaft, letzten Endes für gutes Essen und für guten Kaffee.
00:30:50: Wir sind irgendwie draufgekommen als ein Art gemeinsamen Nenner was wir zusammen machen können.
00:30:54: Sie hat ihren IT-Job gekündigt ich habe meinen Konzernjob gekündet und dann haben wir Simons kalte Wasser gesprungen zusammen Und haben da so ein kleines Frühstückslokaler aufgebaut oder angefangen zum Aufbauen.
00:31:12: Es gab keinen richtigen roten Fahrten da drin.
00:31:14: Also es war einfach eine Entscheidung, es war weg davon an einem Platz zu sitzen.
00:31:21: Auch der Wunsch irgendwas mit den Händen zu machen, also irgendwie körperlich zu arbeiten trotzdem aber auch noch mit Menschen Kontakt zu haben und dann halt eben diese gemeinsame Leidenschaft für ein gutes Essen und guten Kaffee.
00:31:37: Und weshalb nach Leipzig?
00:31:39: Weshalb nicht dort in eurer Region?
00:31:43: Wir hatten tatsächlich davor auch geguckt gehabt in Stuttgart, ob wir da was finden waren.
00:31:50: Also wir hatten auch etwas gefunden.
00:31:52: allerdings war Leipzig da auch schon im Rennen also ursprünglich ja auch weil meine Mutter von dort kommt.
00:32:00: also kenne ich die Stadt schon seit klein auf.
00:32:03: Die hat eine unglaubliche Dynamik gehabt oder wahrscheinlich jetzt immer noch was die Entwicklung angeht, also es war einfach eine spannende Stadt.
00:32:11: Es ist ne wachsende Stadt gewesen in der Zeit.
00:32:16: und das war der eine Punkt.
00:32:17: und der andere Punkt war wir hatten den beiden Städten ein Objekt gefunden und hatten bei beiden in beiden Stätten sozusagen bei Banken angefragt für unser Kapital.
00:32:28: Und am Ende haben wir in Stuttgart eine Ablehnung bekommen aber in Leipzig eine Zusage und dann war's irgendwie klar okay Gehen dahin, ja.
00:32:39: Okay und in welchem Jahr war das circa?
00:32:41: Das war... also wir haben Anfang im Jahr zwei tausendsechzehn eröffnet.
00:32:46: Das war zweitausend fünfzehn irgendwann auch jetzt um die Zeit rum.
00:32:53: Also so Richtung Herbst, ja genau
00:32:59: Du hast vorhin gesagt es hatte nicht so einen roten Faden.
00:33:03: wenn ich's richtig in Erinnerung habe War das Ziel eher weg vom Konzern oder hinzu.
00:33:12: jetzt gehen wir in die Gastronomie?
00:33:16: Beides.
00:33:17: Also als wir dann, also die erste Entscheidung war sicherlich weg vom konzern grundsätzlich einfach von den Strukturen Die zweite Entscheidung Als wir dann darüber nachgedacht haben was wir machen war aber denn die Entscheidung auch bewusst so dass wir in der Gastronomie gehen wollen mit Vorbereitung so gut es geht vorbereitet, sei's zahlentechnisch offen.
00:33:44: Wie kalkuliert man uns soweit und sofort?
00:33:46: Also da haben wir schon viel gemacht.
00:33:48: Wir haben auch Barista-Kurse besucht um guten Kaffee zu machen der nicht aus dem Automat kommt sondern aus einer Siebträgermaschine.
00:33:57: also wir haben das schon relativ viel gemacht wo dann klar war okay wir gehen in diesen Bereich.
00:34:01: Dann haben wir natürlich auch einiges an Zeit und an Dingen da rein investiert dass wir da Also, dass wir nicht einfach irgendwas machen nur ums gemacht zu haben sondern das wird es schon irgendwo ein Stück weit in der Zeit vorbereiten können.
00:34:16: Ja genau!
00:34:19: Das mit dem roten Faden was ich gemeint habe ist halt...das hab' ich eher so gemeint.
00:34:23: So, das ist ja ziemlich krasser Punkt wenn du die ganze zeit im Vertriebsthemen gearbeitet hast und dann auf einmal weg von diesem Vertrieb kommst und in eine Gastro reingehst.
00:34:31: Das meine ich, der rote Faden wäre...
00:34:38: Ja, und dann wollten die Leipziger ... Wie sagt man Leipzieger?
00:34:41: Oder wie sagt man?
00:34:43: Leipziger ja.
00:34:45: Dann wollten sie auch guten Kaffee trinken.
00:34:47: oder wie warten das?
00:34:51: Also ja, die haben unseren Kaffees sehr genossen.
00:34:53: also wir hatten einen Frühstückslokal als Idee gehabt weil wir beide sehr gerne Frühstück mögen Aber jetzt nicht dieses klassische, sondern halt schon ein bisschen was ausgefalleneres.
00:35:04: Das hatten wir dann auch tatsächlich gemacht und wir hatten einen Mittagstisch angeboten weil der Standort, wo wir gewesen sind, da waren drum herum ein Haufen Bürogebäude das haben ungefähr zweieinhalb tausend Menschen im Umkreis von zu Fuß fünf Minuten gearbeitet und dementsprechend haben wir natürlich unser Angebot auch dahingehend angepasst.
00:35:22: und der Mittagstag war.
00:35:24: also gekocht habe ich Der war halt jeden Tag was anderes.
00:35:30: Es war immer frisch gekocht, es war kein Convenience... ...es waren unterschiedliche Gewürze wir haben unterschiedlichere Gerichte gehabt diese so teilweise.
00:35:39: also Wir haben da wirklich glaube ich kulinarisch einiges an Aufklärarbeit geleistet zu dieser Zeit bei den Leuten das die Also was sie alles probiert haben bei uns.
00:35:48: aber wir haben da echt coole Leute kennengelernt coole Stammkunden gehabt und ja Den Kaffee haben sehr extrem genossen.
00:35:55: also der war der kam sehr gut an.
00:35:58: Schade seid ihr nicht mehr dort, weil Miriam und ich sind so sehr gerne ässert.
00:36:04: Und wenn du erzählst, wir denken beide, ich sehe es Miriam gerade an.
00:36:09: Ja dann wären wir sicher auch gerne mal vorbeigekommen und das klingt so richtig super!
00:36:18: Ja, also es war wirklich... War auch eine riesengroße Erfahrung.
00:36:21: Aber was ich da parallel schon gemacht habe, da kann ich jetzt ein bisschen den Sprung zu dem heutigen Thema machen dadurch dass wir ja ein armes kleines Start-up waren nicht so viel Geld hatten und dann noch Gastro wo man sowieso nicht die wahnsinnigen Millionen verdient wenn man selber drin steht musste das nicht muss sich sondern hab' ich das Marketing für unsere ... für unseren kleinen Betrieb selber gemacht.
00:36:50: Also das heißt, Webseite dann die ganzen Ads schalten... ... wenn wir irgendwas Spezielles dann angeboten haben und so weiter.
00:37:00: Das habe alles ich von Anfang an gemacht.
00:37:02: Und ja, da ist eigentlich in der Küche sozusagen... Ich sage es immer, in der Küche ist auch der Grundstein für mein heutiges Business gelegt worden.
00:37:14: tatsächlich
00:37:15: Okay, und eine Frage habe ich noch.
00:37:17: Dann kann mir ja nachher fragen... Die Zeitung heisst Paranoia?
00:37:21: Wie heisst euer Restaurant oder euer Café?
00:37:27: Geschmacksrebellen!
00:37:29: Aber Rebellen, ha?
00:37:31: Ja, das musst du dabei sagen.
00:37:32: Spannend, spannend super!
00:37:36: Und ich wusste es nicht, ich musste jetzt einfach fragen.
00:37:41: Ja dann sind wir jetzt mal gespannt auf Genau das zukünftige Business von dem Moment und ich glaube auch dort, da fragen wir dann am Schluss nochmals den Namen.
00:37:54: Der Name ist tatsächlich unsperr... also gut, sprechen wir nachher.
00:38:01: Wie du willst!
00:38:03: Nein der kommt am Schluss.
00:38:03: Das länge ich dich in keine Schablone rein.
00:38:06: Alle die müssen jetzt spulen oder warten und zuhören.
00:38:15: Einfach warten und zuhören.
00:38:19: Ich muss jetzt auch ganz kurz gerade an diesem Ding weitermachen, lustig was in dieser Zeit passiert ist weil ich ja das Marketing selber gemacht habe und wir ja also tagsüber da gekocht haben.
00:38:32: unsere Kunden haben uns irgendwann angefragt ob wir wenn die dann im Urlaub sind und nicht mehr jeden Tag vorbeikommen konnten ob wir auch Catering machen.
00:38:41: Und so hat sich dann ein zweites Standbein für uns eröffnet, dass wir Catering gemacht haben.
00:38:46: Also wir haben einen Abi-Ball also da wenn die Leute ihre Gymnasium beendet haben mit vierhundert Leuten gecatert, solche Geschichten Hochzeiten gecatort, privat... Ja, also einfach Privatveranstaltungen komplett gecatert oder halt auch bei Firmen mit tausend Leuten haben wir auch catering dann gemacht.
00:39:07: Also das ist alles letzten Endes durch die Küche entstanden und die lustige Geschichte genau durch dieses Marketing was ich gemacht habe.
00:39:15: Weil wir kein Geld hatten musste ich irgendwie mir etwas einfallen lassen und hab da halt ein bisschen mit Google Ads gearbeitet.
00:39:23: sehr Sehr gut mittlerweile, wie ich es jetzt verstanden habe.
00:39:27: Ich habe ungefähr mit hundert Euro Werbebudget, zehn tausend Euro Umsatz pro Monat rausziehen können und das hat so haben wir natürlich.
00:39:35: diese Firmen sind an die Firmen gekommen, an diese Privatveranstaltung usw.
00:39:38: Und sofort konnten da halt praktisch unser kleines Kaffee was den Umsatz angeht, natürlich verdoppelnd verdreifachen durch das Catering.
00:39:47: Das war halt das Interessante ... als unsere Kunden im Café dann mitbekommen haben, dass ich da... also mit diesem Marketing das ja gut funktioniert und die dann kam dann irgendwann so in die Küche.
00:40:00: Also an die Küchen ran und so.
00:40:03: Wir machten bei euch das Marketing.
00:40:04: Auch hinterm Herd vor.
00:40:06: so Ja, ich mach' das.
00:40:08: Oh!
00:40:09: Ich hab auch eine Firma.
00:40:10: Könnst du mir da mal ein paar Tipps geben?
00:40:12: Okay So hat es Ganze eigentlich angefangen ... ja, so in diese Online-Geschichte dann richtig reingerutscht bin.
00:40:33: Also ich habe dann ... ... Sales Funnels erstellt, ... ... ich hab Webseiten aufgesetzt natürlich ... ... und Ads geschalten.
00:40:43: also so diese Themen und das habe ich ... als mit einer Firma gemacht und die Firma, die war dann in dem Land wo ich jetzt gerade bin.
00:40:55: In Lettland?
00:40:57: Mit den BMW natürlich, oder?
00:41:00: Nein der ist zu Hause geblieben das habe ich nicht mehr gemacht.
00:41:05: Ja da kommen wir... Lettlands.
00:41:08: ganz kurz wie lange hat es gedauert bis du gesagt hast ja ich kann dir das zeigen aber dass.. Ich bin eine Firma.
00:41:17: Ich frech mich das.
00:41:20: Zwei Jahre gedauert bei mir.
00:41:23: Okay, okay...
00:41:25: Aber Geschichte?
00:41:26: Also ich muss dazu eine kleine Anekdote erzählen.
00:41:28: Ich habe auch ein halbes Jahr damals ... Nee!
00:41:30: Ein Jahr hab' ich keine Nudeln verkauft in meinem Laden weil ich sie nicht selber machen konnte.
00:41:38: Das war nur ein Kopfproblem was ich damit sagen will.
00:41:41: also es wäre wahrscheinlich schneller gegangen aber wir hatten einfach viel zu tun und Ich wusste nicht, was ich damit anfangen soll jetzt in dem Moment und habe das relativ lange so neben mir her laufen lassen.
00:41:55: Ich hätte damals wahrscheinlich auch an den ganzen Sachen ordentlich Geld verdienen können aber da stand ich mir selber am Weg muss ich dazu sagen
00:42:05: Das passiert ja viel, dass man irgendein Thema hat.
00:42:08: Man ist in seiner Branche, in seinem Thema und irgendwo anders hat man Talente vielleicht und man weiß es gar nicht und man braucht das für sich selbst und die anderen Fragen unterhalten bis man merkt hey, das wäre Business oder?
00:42:24: Ja.
00:42:25: Auch wieder ein so Transformationsgedanken finde ich, genau.
00:42:29: Und dann bist du nach Lettland aber das Kaffee hattest du immer noch
00:42:34: Richtig, das Kaffee hatten wir immer noch.
00:42:38: Ich bin dann aber so ein bisschen ... Das war im Jahr zwei Tausend neunzehn.
00:42:42: Bin ich ein bisschen mehr aus dem Tagesgeschäft rausgegangen?
00:42:47: Weil dieses Themen... Also ich hatte mit Leuten auch in Leipzig zu tun wo wir dann einfach auch solche Projekte angefangen haben also wo es um Marketing ging oder eine andere.
00:42:59: da hat mich In seinem Projekt mit reingenommen, der wollte auch eine Art Apartment House erbauen.
00:43:09: Mit einem Co-Working Space und einem Restaurantkonzept und hat mich dann da halt auch mit reingenommen.
00:43:16: Wir haben das Konzept gemeinsam erarbeitet, waren bei Banken, haben das konzept vorgestellt und wie das alles laufen soll usw.
00:43:24: Solche Sachen habe ich dann halt angefangen parallel zu machen.
00:43:28: Und da habe ich dann jemanden kennengelernt, der eine Firma in Lettland hatte.
00:43:33: Bei einem Projekt und er hat mich nach dem Projekt Abschluss nach Lettlands eingeladen und so bin ich zum ersten Mal dahin gekommen.
00:43:42: Es war jetzt nicht schockverliebt aber ich bin aus dem Flugzeug raus, hab die Luft geschnuppert und gedacht das riecht irgendwie sehr vertraut oder es kommt mir irgendwie sehr positiv vor.
00:43:53: und dann habe ich mir das angeguckt ... was die Gegebenheiten im Lettland sind für Unternehmer, also wie unternehmerfreundlich das ist.
00:44:01: Und so ist dann diese relativ über in der Nacht- und Nebelaktion... ... diese Firmengründung von Stadten gegangen.
00:44:07: Genau!
00:44:08: Ja?
00:44:10: Und dann hast du die Sachen gepackt,... ...die Firma dort gegründet und bist ausgewandert?
00:44:16: Genau!
00:44:16: So ungefähr kann man sich das vorstellen.
00:44:18: Also relativ...
00:44:19: Genau um die Firma dort gekründet.
00:44:21: Also wieder Spinsch jetzt gehst du nach Lettlands.
00:44:25: Genau,
00:44:27: gut hat es.
00:44:28: Genau, wie das ist.
00:44:29: Und das Café inzwischen zeitlich verkauft oder?
00:44:32: Nein also wir hatten tatsächlich vorgehabt es zu verkaufen.
00:44:37: dann kam Corona.
00:44:38: ich muss aber dazu sagen wir hatten das Cafés Wir hatten zwischenzeitlich auch expandiert gehabt mit dem Catering.
00:44:46: Dann hatten wir noch an einem Café angegliedert ein Apartment House was wir noch vermietet haben und noch ein zweites Restaurant aufgemacht.
00:44:56: Und das war alles, zwei tausend achtzehn, zweitausend neunzehnt.
00:44:58: Also wir haben massiv dann auch extrem viel Geld nochmal investieren müssen.
00:45:03: Haben auch noch mal neue Schulden aufnehmen müssen und dann kam Corona so.
00:45:07: Und dann war die Situation, dass wir ja schließen mussten von heute auf morgen aufgrund dessen, dass unsere Läden alle nicht, also uns ist halt das ganze Geschäft zu hundert Prozent weggebrochen.
00:45:21: Also weder den Kaffeebetrieb konnten wir aufrechthalten Noch das Catering, weil Veranstaltungen gingen nicht mehr.
00:45:30: Es ging gar nichts mehr.
00:45:30: also es war einfach von heute auf morgen du bist abends noch ins Bett am nächsten Morgen aufgestanden und war vorbei.
00:45:37: Also wir als hätte jemand mit dem Boden nur den Füßen weggezogen.
00:45:42: Und auch dass beim Wiederaufmachen was Problemen.
00:45:44: Wir hätten dann in unseren Laden anstatt zweindreißig Sitzplätze Nur nach dem Hygienekonzept irgendwie sechs oder acht Stück haben können war einfach nicht mehr möglich.
00:45:58: Und staatliche Hilfen haben wir nicht bekommen und dementsprechend haben wir dann alles zugesperrt und im Schluss gemacht, ja.
00:46:09: Ja das ist natürlich schon auch eine extremige Schicht, sicher auch emotional?
00:46:16: Das war keine leichte Zeit.
00:46:18: Es war für uns beide eine extreme Belastung in dieser Zeit dass sich sehr lange Es hat auch einfach lange gedauert, bis wir da dann über diesen einen Punkt wieder darüber hinweg waren.
00:46:32: Aber ja es geht weiter.
00:46:35: Genau!
00:46:37: Es passiert einfach sowas und jetzt im Nachhinein kann ich drüber ein bisschen... Also immer noch ein lachendes und ein weinendes Auge dabei.
00:46:47: aber Ich denke es war jetzt einfach so, ich habe mich mit der Situation abgefunden.
00:46:56: Genau, wir hatten alle unsere Zeit dort während Corona und alle verschieben.
00:47:05: Wenn ich Lettland höre, kenne ich Riga und sonst ehrlich gesagt nichts.
00:47:13: Bist du in Riga?
00:47:15: Ich kenne noch den Harris Wittolinsch, das habe ich schon einmal erzählt.
00:47:18: Der Harris Wittelinsch war eigentlich der erste, damals waren es noch Russen, der in der Schweiz ein OK spielen durfte mit dem Namen vergessen hat und in Freiburg hatte er auch den Kommutof von Bückhof genau.
00:47:36: Der war super, der ist auch heute noch Santrico in dem ICE-Stadium von EACCUR.
00:47:42: Also es ist eine richtige Legende darum und da ist ja auch jetzt Trainer vom Lettland im ICE.
00:47:51: Ich wusste, ich wäre mal neben seiner Wohnung auch.
00:47:53: Daher kenne ich das natürlich schon super.
00:47:56: Nein sonst überhaupt nicht!
00:47:58: Ja weil wir hatten ja vorher das Thema Sprache oder im Deutschsprachigen Raum verstehen wir uns nicht so gut.
00:48:06: Und jetzt Lettland, wie war das Sprache?
00:48:10: Also eben ist ja eine andere Sprache ... Schrift ist auch ein bisschen anders oder halt?
00:48:17: Nee gleich wieder.
00:48:18: Okay.
00:48:21: Ja also die Sprache ist sehr kompliziert.
00:48:26: Also für mich jedenfalls sehr kompliziert.
00:48:29: was ich aber sagen muss fairerweise die meisten in meinem Alter so oder jünger sprechen sehr gutes Englisch.
00:48:38: Oder zumindest Englische, dass man sich verständigen kann.
00:48:42: Ich hatte hier noch keine Situationen den ganzen sieben Jahren wo ich jetzt irgendwie darstand und nicht wusste wie ich mich jetzt mitteilen kann.
00:48:50: also es geht immer irgendwie Aber es ist tatsächlich schwierig und das ist auch eine komplett andere Sprache.
00:48:57: Also, es gibt ein paar Worte die sind vielleicht ein bisschen ähnlich wie im Deutschen wo man sagt okay ja das habe ich schon mal gehört oder das kenne ich ein bisschen aber in Großen und Ganzen wenn sie da reden dann steigst du aus also verstehst einfach nicht.
00:49:11: Das ist wirklich so.
00:49:13: Ja also von dem her auch da eine Herausforderung war jetzt die letzten sieben Jahre kein großes Problem für mich.
00:49:25: Wie gesagt, die meisten meiner Freunde oder nicht die meistens sondern alle sprechen Englisch.
00:49:30: Alle wollen auch mit mir englisch sprechen.
00:49:31: das ist eher ein bisschen ein Nachteil weil du dann die eigene Sprache nicht lernst?
00:49:35: Weil die freuen sich natürlich wenn Sie ja Englische verbessern.
00:49:39: und ich bin halt mittlerweile aber bis ich nach Lettland gekommen bin was für mich mit Englischen auch schwierig mal großartig Englisch, wenn man in Deutschland arbeitet.
00:49:52: Wenn man irgendwo lokal arbeitet ist es selten dass du jetzt mit englisch im Kontakt bist also im regelmäßigen.
00:49:59: Mit jemanden die ich regelmäßig austauscht dementsprechend war das für mich am Anfang auch schwierig da wieder reinzukommen.
00:50:03: Aber zwei drei Wochen dann war's gut.
00:50:06: ja
00:50:08: und hast Du denn eigentlich hauptsächlich in Lettland?
00:50:13: Ja Letten danach auch Business gemacht oder Hast Du in Lettland gelebt oder lebt es ja immer noch und bis da eigentlich im deutschsprachigen Raum tätig.
00:50:26: Also ich habe nur Deutschsprache gekunden, tatsächlich Deutsche der Englischsprache.
00:50:33: Ich hab Kunden europaweit sozusagen, also hauptsächlich natürlich Deutschland, Österreich, Schweiz auf Zypern, Luxemburg... in ein paar europäischen Ländern Kunden und in Lettland tatsächlich keine Kunden.
00:50:52: Aber ich habe hier mit anderen teilweise eine Vereinbarung, also sprich wenn es um irgendwelche speziellen Dinge geht die wir umsetzen müssen dass sich mir dann einfach Hilfe mit ins Boot holen, wenn ich das alleine nicht alles zeitig genug hinkriege.
00:51:07: Also ich hab Unterstützung hier vor Ort.
00:51:08: Das sind Letten, die einen sehr guten Job machen, die sehr zuverlässig sind Und da bin auch sehr froh drum.
00:51:15: Aber bisher in der Form habe ich es nicht gemacht.
00:51:20: Du warst in der Versicherung, als du erst die Zeit geschrieben hast, dann warst du bei BMW im Vertrieb, das Café und D-Vents
00:51:30: etc.,
00:51:31: und dann kam das mit dem Marketing, mit den Ads.
00:51:33: Und ist das das Thema was du heute machst?
00:51:36: oder was machst du heute genau?
00:51:39: Wie machst du die Leute glücklich heute deine Kunden?
00:51:43: Ich löse die technischen Probleme sozusagen.
00:51:45: Also ist tatsächlich immer noch eine starke Säule von mir, sind immer noch Sales Funnels und grundsätzlich auch Webseiten.
00:51:56: das ist immer noch Eine starke säule vom dem was ich heute mache.
00:52:00: Im laufe der letzten Jahre ist natürlich viel mit KI passiert also mit dieser künstlichen Intelligenzgeschichte Ist natürlich auch ein Teil von meinem Business geworden Dagegen.
00:52:13: also das kommt einfach, da kannst du dich nicht dagegen während sozusagen.
00:52:19: Aber es ist tatsächlich immer noch im kunde genommen immer noch das gleiche was ich mache als jemand ein Kunde der möchte ins neues produkt rausbringen und brauchen Produktlaunch und braucht Bekleidung dazu.
00:52:32: Das ist das was sich für ihn übernehmen.
00:52:33: also Ich kümmere mich darum dass die ganze technik funktioniert.
00:52:36: er kann sich aus sein auf sein Produkt oder auf seine Dienstleistung konzentrieren und ich setze das im Hintergrund so für ihn um.
00:52:43: Oder für sie, dass er dann halt einfach ganz entspannt seiner eigentlichen Tätigkeit nachgehen kann.
00:52:51: Und das ist das was ich bis heute mache.
00:52:55: Wie funktioniert es aus Lettland raus mit einem Kunden online?
00:53:00: Funktioniert es gut?
00:53:02: Also ich nehme an, es funktioniert gut sonst würde es nicht machen.
00:53:05: aber so... Was sind die Challenges?
00:53:09: Manchmal tatsächlich die Challenges, je nachdem wie intensiv du mit jemanden zusammenarbeitest.
00:53:14: Ist es manchmal schöner wenn du beim Kunden vor Ort bist?
00:53:16: Also es gibt so Phasen wo ich einfach sage, wenn du gerade im kreativen Austausch bist oder wenn du im Brainstorming sitzt um eine Ausrichtung was passiert noch in diesem Jahr und was soll noch passieren?
00:53:29: das ist immer schön wenn's vor Ort ist wenn man einfach diese Dynamik die vor Ort entstehen kann diese Kreativität wenn man die mitnehmen kann.
00:53:36: Aber ich sag mal, so fürs Tagesgeschäft in ... ... ninety-fünf Prozent der Fällen ist das alles mit Online super machbar.
00:53:45: Und auch wirklich toll!
00:53:48: Also gerade durch diese ... ... Meetings was man machen kann wo man sich dann auch sieht hat man natürlich schon ein bisschen persönlichen Bezug oder kann einen ... ... persönlichen bezug herstellen und es funktioniert super für mich.
00:54:02: Auch für die Kunden.
00:54:07: Ja und eigentlich ist jetzt auch dein Geschäft so aufgebaut, ein Business das du rein theoretisch nochmals auswandern könntest oder wieder zurück nach Deutschland gehen.
00:54:20: Oder wo auch immer also dass du eigentlich ortsunabhängig arbeiten kannst.
00:54:24: mittlerweile?
00:54:25: Genau!
00:54:26: Also gerade was für mich das größte Learning nach Leipzig war.
00:54:31: Ich hatte ein großes Learning Konzernen sozusagen, dass diese Strukturen für mich zu steif sind.
00:54:39: Und nach Leipzig, nach der Geschichte dann natürlich auch mit der Pandemie war für mich klar ich möchte nie wieder in so eine Situation rutschen.
00:54:51: das heißt ich möchte mein Business so aufgebaut haben, dass ich jederzeit drauf Zugriff habe.
00:54:58: also okay jetzt in diesem Fall hab' ich natürlich auch das Risiko wenn es Internet ausfällt und da hab' Aber es ist nicht weg.
00:55:08: Es ist wie wenn dir jemand den Boden unter den Füßen wegzieht und ja, ich kann jederzeit woanders arbeiten.
00:55:17: das habe Ich auch die letzten sieben Jahre gemacht die letzten drei jahre weniger weil vor drei Jahren ist meine frauen Meine kinder sind hergekommen Die waren davor noch in deutschland.
00:55:26: ich bin sehr viel gependelt vier jahrelang Und Jetzt seit drei Jahren sind alle hier und da bin ich auch ein bisschen ruhiger mit dem Reisen geworden.
00:55:36: Aber bis vor vier Jahren bin ich tatsächlich, keine Ahnung, jede zweite Woche über anders gewesen.
00:55:42: Ja, könnte ich heute noch machen?
00:55:45: Okay ja das ist eben klar.
00:55:47: wenn ein Blackout kommt oder in etwas dann haben wir zwischenzeitlich alle ein Problem.
00:55:53: Das ist so aber es ist sicher nochmal anders.
00:55:55: Du kannst in deinem Raum sitzen du kannst das machen mit den Kunden und hey deine Kids können die jetzt lädtisch.
00:56:02: Ja, perfekt.
00:56:03: Also für mich perfekt.
00:56:06: Nein, nein, aber ich sag...
00:56:09: Spannend oder?
00:56:11: So in so kurzer Zeit wie schnell Sie es lernen.
00:56:15: Total spannend bei Kindern gerade wenn du so eine Auswanderung machst.
00:56:19: das ist auch für mich als Erwachsener nochmal eine wirklich krasse Erfahrung gewesen.
00:56:25: Man sagt ja immer so, die Kinder stecken sowas leicht weg und sind viel schneller als wir Erwachsenen.
00:56:31: also gerade wenn es um neue Sprachen oder so geht das stimmt aber dass es so krass ist hätte ich nicht gedacht.
00:56:39: Also da bin ich wirklich positiv überrascht als bevor wir mit denen nach Leitland gekommen sind haben sie gerade mal Deutsch gesprochen.
00:56:47: ein paar Bröcklchen Englisch würde ich jetzt sagen, von der Schule halt was man in der Schule Englische Land ist nicht viel.
00:56:54: Und jetzt sind die drei sprachig und meine Tochter fängt jetzt mit der vierten Sprache an.
00:56:58: also das ist beeindruckend was sie in diesen zweieinhalb drei Jahren für eine Dynamik in diesem ganzen Thema haben und da sieht man auch mal.
00:57:10: gerade an diesem Punkt sieht man wenn wir wirklich hinter was herr ist und jeden Tag was dafür tut ... ganz kurzen Zeit so viel entstehen kann.
00:57:20: Das ist unglaublich!
00:57:22: Ja, also das finde ich bemerkenswert.
00:57:25: Mega schön.
00:57:26: Bevor Miriam schon bald zur Schlussfrage kommt denke ich... Ich habe noch eine Frage, du hast Auswandern erwähnt und du hast ja noch einen eigenen Podcast,... ... wo du über das Thema sprichst oder?
00:57:39: Ja.
00:57:39: Mit Gästen und was geht es dort?
00:57:43: Also da geht's auch um schöne Ungeschr- um schöne, ungeschöne Geschichten.
00:57:50: Das Thema Auswandern ist ja in Deutschland seit Jahren mittlerweile wirklich ein großes Thema.
00:57:57: letztes Jahr.
00:57:58: Es werden jedes Jahr mehr Menschen auswandern.
00:58:03: Im Prinzip soll dieser Podcast für die Leute sein, die auswandert möchten und vielleicht noch so den letzten kleinen Schritt.
00:58:12: brauchen, um wirklich loszugehen.
00:58:14: Weil viele sind da sehr verkopft.
00:58:16: ich muss das haben, ich muss vorbereiten und es sind so viele interessante Lebensgeschichten da draußen.
00:58:22: So viele interessante Menschen die ausgewandert sind, die alle eine eigene Geschichte haben auch wenn sie vielleicht ins gleiche Land gegangen sind.
00:58:29: Und ist es einfach erzählenswert!
00:58:31: Ich finde das total spannend und ich hatte das letztes Jahr als ein einmaligen Summit veranstaltet gehabt.
00:58:39: also ich hatte vierzehn Menschen interviewt gehabt fünfzehn Und das haben wir an einem Wochenende ausgestrahlt.
00:58:45: Wir hatten dafür über ein Tausend Einhundert Anmeldungen, also es aus dem Nichts heraus habe ich das aufgebaut.
00:58:50: Es gab's davor nicht und da draußen ist jetzt ein Podcast geworden.
00:58:55: und dass in regelmäßig Menschen zu Gast ihre Geschichte erzählen wenn sie auswandern.
00:59:01: aber halt nicht das Business Thema wo es halt ja ich hab nach zwei Monaten die erste Million geknackt Wie auf Instagram am Strand und Arbeiter im Laptop, sondern halt wirklich diese ehrlichen Geschichten dahin.
00:59:18: Also auch Menschen die mal zurückgekehrt sind weil sie gesagt haben okay diese Freiheit als digitale Normade ist nicht meine Freiheit.
00:59:24: Meine Freiheit ist Zuhause zu sein und mir raussuchen zu können was ich als nächstes mache.
00:59:30: also total spannend sowas ja Genau es.
00:59:34: aber ein Herzensprojekt mache ich nebenher gerade
00:59:38: Und so wie früher.
00:59:39: Marketing?
00:59:41: Ja.
00:59:45: Wie heißt denn Podcast?
00:59:47: Weltweit zu Hause.
00:59:49: Weltweit Zuhause und überall auf allen Podcast-Plattformen nehme ich an!
00:59:56: Auf den üblichen, auch mit Video.
00:59:59: Genau.
00:59:59: Wie heisst deine Marketingfirma?
01:00:07: FATCAD Studios.
01:00:09: Okay, Fettkette.
01:00:15: Ich frage jetzt nicht aber wenn du da draußen zuhörst und wissen willst wieso Fettket dann musst du Marcel unbedingt kontaktieren.
01:00:28: Wir werden alles auf jeden Fall verlinken auch in den Show notes.
01:00:32: Aber weshalb sollen sich die Menschen da draußen bei dir melden?
01:00:40: Die Menschen dürfen sich Bei mir gerne melden, wenn Sie meinen.
01:00:45: Sie möchten mit mir sich mal unterhalten?
01:00:47: Das ist der eine Punkt.
01:00:48: also ich freue mich immer jemanden kennenzulernen.
01:00:50: das meine ich auch so wie ich es sage.
01:00:53: Also da ist jetzt keine Absicht dahinter und sie dürfen nicht... Sie dürfen sich natürlich gerne melde.
01:00:59: Wenn sie vielleicht eine Auswanderungsgeschichte zu erzählen haben bin Ich auch immer habe ich auch immer auf eine Ohren Und natürlich wenn's im Business an der Technik brennt und ich löschen kann Darf sich natürlich auch jeder bei mir melden.
01:01:13: Ich helfe wirklich sehr, sehr gerne.
01:01:16: Super!
01:01:17: Mir geht jetzt immer noch das Fettket nicht aus dem Kopf.
01:01:24: Darf keine Paranoia bekommen?
01:01:27: Nein, ist super.
01:01:29: Sonst wirst du machen bellisch.
01:01:30: Ja genau.
01:01:34: Genau, sehr schön.
01:01:36: Ja, Ricardo hast Du noch...
01:01:39: Nein, für mich ist das gut.
01:01:41: Wir sind schon über eine Stunde im Miriam und du bist richtig ... Du willst deine Frage stellen?
01:01:46: Ich spüre es!
01:01:47: Ja, es ist halt so, ähm ... Es ist vier Uhr vor zwölf.
01:01:52: Und ich habe schon gedacht, hoffentlich hört man nicht, dass ich Hunger habe und dass hier schon ein kleiner Rebell irgendwie in mir steckt genau.
01:02:03: Dann stelle ich die Abschlussfrage wenn das so passt für euch.
01:02:07: Gerne.
01:02:08: Marcel, was ist dir in all dem Wandel wirklich immer wichtig geblieben?
01:02:17: Meine Freiheit... ...ist für mich das Wichtigste.
01:02:24: Ja, sehr schön!
01:02:25: Das passt für
01:02:28: die Faust aufs Auge
01:02:31: oder der Rote Faden auch durch den ganzen Podcast.
01:02:34: Marcel, danke hast du uns auf die Reise mitgenommen in der Nähe von Stuttgart?
01:02:41: Wie ist der Ort eigentlich?
01:02:44: Horheim.
01:02:50: Okay, nach Riga oder so quasi.
01:02:55: Megaschön, danke hast du uns mitgenommen war sehr interessant deine Reise und deine Freiheit die du auch so hast in Riga.
01:03:02: Ja schön warst du bei uns im Podcast.
01:03:04: Danke vielmals dafür.
01:03:06: ja
01:03:06: Ich habe mich auch sehr gefreut.
01:03:10: Also ich fand auch das Gespräch sehr angenehm und mega cool mit euch.
01:03:15: Ja, denken wir uns nur anzuschließen?
01:03:17: ja.
01:03:18: Genau!
01:03:19: Und dann würde ich sagen schliessen wir an dieser Stelle und allen Zuhörerinnen und Zuhören nochmals Danke vielmals wart ihr dabei bis jetzt und alle die uns nun auch... Wir sagen immer im großen Kanton gehört haben in unserem Schweizerischen Deutsch es hat richtig Spaß gemacht und wir freuen uns natürlich wenn ihr weiter dabei seid und eben, wenn ihr mehr über Marcel wissen wollt.
01:03:42: Es kommt alles in den Show-Notes und in diesem Sinne würde ich sagen wir verabschieden uns und von meiner Seite Tschüss Zema!
01:03:50: Ciao Zema.